6. Port Authorities Roundtable stärkt Rolle der Häfen als Impulsgeber für Veränderungen

6. Port Authorities Roundtable stärkt Rolle der Häfen als Impulsgeber für Veränderungen

Häfen vereinbaren Handlungspunkte im Bereich Vorfälle, Digitalisierung und Dekarbonisierung

23 Juni 2021 - Organisiert vom Port of Antwerp, brachte die 6. Ausgabe des Port Authorities Roundtable 19 Hafenbehörden aus wichtigen Häfen aus aller Welt zusammen, um Erkenntnisse und Best Practices auszutauschen und Bereiche der Zusammenarbeit zu erkunden.  Die zweitägige virtuelle Roundtable-Veranstaltung befasste sich mit der Rolle der Häfen in der globalen Lieferkette und ihrer zentralen Rolle bei der Energiewende, dem Klimawandel und der digitalen Evolution. Diskussionen auf hohem Niveau zu Vorfällen, Digitalisierung und Dekarbonisierung führten zu konkreten Handlungspunkten.

Auf dem Foto: Luc Arnouts, Director International Relations & Networks - Jacques Vandermeiren, CEO Port of Antwerp - Soren Toft, CEO MSC
Auf dem Foto: Luc Arnouts, Director International Relations & Networks - Jacques Vandermeiren, CEO Port of Antwerp - Soren Toft, CEO MSC

Häfen als Impulsgeber für Veränderungen

Die Schifffahrt ist ein globales Geschäft mit wachsenden Herausforderungen. Um einen Schritt voraus zu sein, müssen die Hafenbehörden mit den Branchentrends Schritt halten und eng zusammenarbeiten, um innovative Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln. In den vergangenen zwei Tagen fand die 6. Auflage des Port Authorities Roundtable, PAR2021@Antwerp, virtuell statt, nachdem die Veranstaltung 2020 verschoben worden war. Der Roundtable, der 2015 auf Initiative der Maritime Port Authority of Singapore ins Leben gerufen wurde, bringt die Welthäfen zu einem offenen Austausch und einer Diskussion zusammen, um Themen von gemeinsamem Interesse anzusprechen und Möglichkeiten für eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit in der sich entwickelnden maritimen Landschaft von heute zu finden.  Unter dem diesjährigen Motto „Enhancing the impact of ports as levers for change“ (Verstärkung des Einflusses von Häfen als Impulsgeber für Veränderungen) diskutierten die CEOs der Häfen von Abu Dhabi, Associated British Ports, Antwerpen, Barcelona, Busan, Guangzhou, Hamburg, Klang, Kobe, Los Angeles, Long Beach, Montreal, Ningbo, Rotterdam, Santos, Seattle, Shanghai, Singapur und Tanger Med, wie man auf Herausforderungen und Risiken im Zusammenhang mit Häfen und Schifffahrt reagieren und sich darauf vorbereiten kann. Zum Abschluss der hochrangigen Gespräche einigten sich die Hafenbehörden auf eine Reihe konkreter Maßnahmen in Bezug auf Vorfälle, Digitalisierung und Dekarbonisierung:

Vorfälle

Die teilnehmenden Häfen zogen eine Bilanz verschiedener Initiativen im Zusammenhang mit den Herausforderungen, die sich aus Zwischenfällen ergeben, den unerwarteten Umständen, die diese verursachen, und deren Auswirkungen auf den Hafenbetrieb und den Wechsel der Besatzung. Die Häfen bestätigen, dass der Austausch von Erfahrungen und Best Practices unter Gleichgesinnten geholfen hat, die Auswirkungen der Pandemie zu überwinden. Aufbauend auf dieser vorwärtsgerichteten Zusammenarbeit haben sich die Häfen darauf geeinigt, das PAR Incident Sharing Framework (PAR-ISF) weiterzuentwickeln, das es den Häfen ermöglicht, auf freiwilliger Basis systematisch und aktiv über Vorfälle zu berichten, und einen Mechanismus einzurichten, der die Konsultation und den Dialog im Falle von Krisen ermöglicht. Die Hafenbehörden brachten auch ihre Unterstützung für den Shipping Tripartite Alliance Resilience (STAR) Fund zum Ausdruck, der gleichgesinnte internationale Partner aus der Industrie, den Gewerkschaften und den Regierungen zusammenbringt, um mit den Interessenvertretern in den Seefahrernationen an Lösungen für einen sicheren Crewwechsel zu arbeiten.

Digitalisierung

In Anbetracht der Tatsache, dass die Containerschifffahrt nach wie vor das nachhaltigste Transportmittel für den Welthandel ist, und des zu erwartenden Anstiegs des Containertransports haben die Häfen den Bedarf für die Einrichtung einer globalen und neutralen Plattform ermittelt, die einen multimodalen Vergleich von Containerrouten ermöglicht. Dazu wird eine Koalition von PAR-Häfen die Anwendbarkeit des Routescanners des Hafens von Rotterdam als neutrale Plattform zur Visualisierung von Containertransportoptionen weiter untersuchen, um nachhaltige und kosteneffiziente globale Lieferketten weiter zu verbessern.

Die Häfen wurden auch über das Port Authorities CIO Cybersecurity Network (PACC-Net) informiert, das die Cyber-Resilienz und -Reaktion durch drei Schwerpunktbereiche stärken soll: Informationsaustausch, Projektzusammenarbeit und Schulung.

Dekarbonisierung

An der Diskussion über die Dekarbonisierung der Schifffahrt nahmen neben den Häfen auch Frau Christiana Figueres von Global Optimism, Herr Tan Chong Meng, Group CEO von PSA International und Herr Soren Toft, CEO der Mediterranean Shipping Company teil.

Im Anschluss an die Diskussion zum Thema der Dekarbonisierung der Schifffahrt und der Rolle der Häfen bei der Verwirklichung dieser Bestrebung wird die Port Authorities Roundtable die Unterstützung des Aktionsaufrufs der Getting to Zero Coalition des Global Maritime Forum (COP 26) prüfen, der darauf abzielt, Regierungen, Industrie und globale politische Entscheidungsträger zu ermutigen, bis 2030 emissionsfreie Schiffe zu realisieren.

Die Hafenbehörden haben auch andere Dekarbonisierungsinitiativen in Betracht gezogen und diskutiert, wie z. B. die Einrichtung des MPA-Zentrums für maritime Dekarbonisierung, um gemeinsam an der Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu arbeiten, identifizierte Wege der Dekarbonisierung umzusetzen und neue Geschäftschancen zu schaffen.

Die Ergebnisse dieses Treffens werden während des Port Authority Roundtable-Treffens 2022 ausgewertet, das von Abu Dhabi Ports ausgerichtet wird.

Jacques Vandermeiren, CEO von Port of Antwerp: „In dieser sich schnell verändernden Welt und der sich entwickelnden maritimen Landschaft stehen wir alle vor großen Herausforderungen. Als Häfen müssen wir unsere Rolle als Impulsgeber und Vorreiter für Veränderungen wahrnehmen. Ich bin sehr zufrieden, dass die fruchtbaren PAR-Diskussionen zu konkreten Handlungspunkten geführt haben, die es uns ermöglichen werden, diese Rolle zu bestätigen. Dieser Roundtable hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Häfen ist und welchen Einfluss die Häfen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene haben.“
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Über Port of Antwerp

Als zweitgrößter Hafen Europas ist der Hafen von Antwerpen eine wichtige Lebensader für die belgische Wirtschaft: mehr als 300 Liniendienste zu mehr als 800 Destinationen sorgen für globale Konnektivität. Im Hafen von Antwerpen werden jährlich etwa 231 Millionen Tonnen internationale Seefracht umgeschlagen, und hier befindet sich der größte integrierte Chemie-Cluster Europas. Der Hafen von Antwerpen bietet direkt und indirekt insgesamt rund 143.000 Arbeitsplätze und einen Mehrwert von mehr als 20 Milliarden Euro.

Getreu seiner Mission 'Heimathafen als Hebel für eine nachhaltige Zukunft' will der Antwerpener Hafen flexibel auf einen sich rasch entwickelnden maritimen Markt reagieren, damit der Hafen auch weiterhin eine führende Rolle als Welthafen spielen kann. Die Betonung liegt auf Zusammenarbeit, großer Anpassungsfähigkeit, einem starken Fokus auf Innovation und Digitalisierung und auf nachhaltigem Mehrwert sowie auf der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Der Hafen Antwerpen ist eine Aktiengesellschaft mit der Stadt Antwerpen als alleinigem Aktionär. Sie beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiter. Die Hafenstadträtin Annick De Ridder ist Vorsitzende des Verwaltungsrats und Jacques Vandermeiren ist CEO und Vorsitzender des Exekutivausschusses, der für das Tagesgeschäft verantwortlich ist. www.portofantwerp.com

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