Hafen Antwerpen und Hafen Zeebrugge bündeln Kräfte

Hafen Antwerpen und Hafen Zeebrugge bündeln Kräfte

Welthafen der Zukunft entsteht

Die Städte Antwerpen und Brügge haben eine Vereinbarung über die Fusion ihrer beiden Häfen getroffen. Das Zwei-Städte-Abkommen läutet offiziell den Vereinigungsprozess ein, der voraussichtlich ein Jahr andauern wird. Anschließend werden die Häfen unter dem Namen 'Port of Antwerp-Bruges' weiterbestehen. Auf diese Weise stärken die Häfen ihre Position in der globalen Lieferkette und festigen nachhaltiges Wachstum. Darüber hinaus wird der vereinigte Hafen besser gerüstet sein, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft anzuführen. So möchte Port of Antwerp-Bruges der erste Welthafen werden, der Wirtschaft, Mensch und Klima miteinander vereint.

Gemeinsamer Aufbau des Welthafens der Zukunft

Die gemeinsame Position der Häfen von Antwerpen und Zeebrugge in der globalen Lieferkette wird einen wichtigen Schub erhalten. Damit wird der vereinigte Hafen zum führenden Containerhafen (157 Millionen Tonnen/Jahr), einem der größten Stückguthäfen und dem größten Fahrzeugumschlaghafen in Europa. Darüber hinaus wird der Hafen mehr als 15 Prozent des gesamten Transitverkehrs von Gas in Europa ausmachen und natürlich auch die wichtigste Drehscheibe für Chemikalien in Europa bleiben. Und schließlich wird er zum größten Kreuzfahrtschiffhafen der Benelux. Mit einem Gesamtumschlag von 278 Millionen Tonnen pro Jahr festigt der vereinigte Hafen seine weltweite Spitzenposition.

Bei der Fusion geht es jedoch um mehr als nur Tonnen und Volumen. Entstehen soll der erste Welthafen, der Wirtschaft, Mensch und Klima miteinander vereint. Das Fusionsprojekt basiert darauf, sowohl für die Umgebung von Antwerpen und Zeebrugge, Kunden und Stakeholder, aber auch für das übrige Flandern einen Mehrwert zu schaffen. In einem gemeinsamen Plan definierten beide Häfen drei strategische Prioritäten: nachhaltiges Wachstum, Widerstandsfähigkeit und Führungsrolle beim Energie- und digitalen Wandel.

Nachhaltiges Wachstum: „Gemeinsam mehr erreichen“

Port of Antwerp-Bruges kombiniert das Beste aus zwei Welten und fördert die Stärken beider Standorte. Die Häfen von Antwerpen und Zeebrugge sind in hohem Maße komplementär: So ist Antwerpen stark im Bereich Verkehr und Lagerung von Containern, Stückgut und chemischen Produkten, während Zeebrugge ein wichtiger Hafen für den RoRo-Verkehr, den Containerumschlag und den Umschlag von Flüssigerdgas ist. Die engere Zusammenarbeit wird das nachhaltige Wachstum sowohl des individuellen als auch des gemeinsamen Marktanteils beider Häfen festigen.

Um den Mehrwert eines vereinigten Hafens bestmöglich zu nutzen, spielt der Hafen Antwerpen-Brügge die Interkonnektivitäts-Karte aus. Der Schienengüterverkehr zwischen den beiden Standorten wird gebündelt, die Ästuarschifffahrt (von Binnenschiffen auf der Nordsee) wird optimiert und zudem steht eine Pipelineverbindung auf der Prioritätenliste.

Die geplanten strategischen Investitionen, wie die neue Seeschleuse in Zeebrugge und die zusätzliche Containerkapazität in Antwerpen, werden weitergeführt. Zukünftige Investitionen werden aus der Perspektive einer vereinigten Unternehmensführung bewertet, damit sie beiden Hafenplattformen zugutekommen und der Hafen weiterhin die Erwartungen seiner Kunden erfüllen kann.

Widerstandsfähigkeit: „Gemeinsam stärker“

Durch das Bündeln ihrer Kräfte werden die Häfen von Antwerpen und Zeebrugge besser für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein. Diese Widerstandsfähigkeit ist wesentlich für den Wohlstand und das Wohlergehen von Gesellschaft und Zukunft der Wirtschaft.

Port of Antwerp-Bruges kann aus den Mitteln, dem Wissen und dem Talent der Teams in Zeebrugge und Antwerpen schöpfen. In naher Zukunft wird eine einheitliche Organisationsstruktur und Arbeitsweise entwickelt werden, die die jeweils andere DNA und Unternehmenskultur respektiert. Bezüglich der Führung und Verwaltung des Hafens Antwerpen-Brügge werden gemeinsam langfristige Absprachen getroffen werden.

Der Hafen möchte so viele Synergien wie möglich schaffen, die breite gesellschaftliche Unterstützung für den Motor der flämischen Wirtschaft weiter ausbauen und seine Position als logistisches, maritimes und industrielles Zentrum stärken. Und dies nicht nur in Flandern und Belgien, sondern auch auf europäischer Ebene und weltweit.

Bürgermeister Dirk De fauw und Stadträtin Annick De Ridder nach der Unterzeichnung der Charta
Bürgermeister Dirk De fauw und Stadträtin Annick De Ridder nach der Unterzeichnung der Charta

Führungsrolle in der Energie- und Digitalen Wende: „Gemeinsam noch besser“

Außerdem wird der vereinigte Hafen in der Lage sein, schneller und besser auf gesellschaftliche und technologische Entwicklungen wie Energiewende, Innovation und Digitalisierung zu reagieren.

Sowohl in Antwerpen als auch in Zeebrugge war die Nachhaltigkeit bereits ein zentrales Thema, aber Port of Antwerp-Bruges wird ihm noch mehr Bedeutung beimessen. Die Kombination aus dem Antwerpener Industriecluster und der Lage von Zeebrugge an der Küste bietet eine einzigartige Gelegenheit, die zukünftigen Energieherausforderungen in Flandern und der breiteren Region zu bewältigen. So möchte Port of Antwerp-Bruges in Europa die Führungsposition als Importdrehscheibe von grünem Wasserstoff einnehmen und aktiver Vorreiter der Wasserstoffwirtschaft sein. Darüber hinaus setzt der Hafen in Zusammenarbeit mit seinen industriellen und maritimen Kunden weiterhin auf die Kohlenstoffreduzierung und die Erforschung der Anwendung von CCUS (Carbon Capture, Utilisation & Storage) als Beitrag zum Übergang hin zu einem kohlenstoffarmen Hafen.

Und schließlich bietet Port of Antwerp-Bruges starke Vorteile in den Bereichen Innovation und Digitalisierung, die die Lieferkette effizienter, zuverlässiger und sicherer machen.

Die Transaktion unterliegt einer Reihe üblicher aufschiebender Bedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die belgischen Wettbewerbsbehörden. Beide Parteien streben den Abschluss der Transaktion im Laufe des Jahres 2021 an.

Annick De Ridder, Hafenschöffin und Vorsitzende des Verwaltungsrats des Hafen Antwerpens:„Wir sind stolz auf dieses historische Abkommen, das eine lang erwartete Vereinigung besiegelt. Mit dieser Kooperation sind wir auf dem Weg, der Welthafen Europas zu werden und stärken gleichzeitig unsere in Sachen Tonnen führende Position als Containerhafen, starker RoRo-Hafen und einer der größten Stückguthäfen Europas. Dies wird uns noch attraktiver für bestehende Kunden, neue Investoren und alle anderen möglichen Interessengruppen machen, sodass wir unbestreitbar DER Wirtschaftsmotor Flanderns sind. Der Ehrgeiz bei der Zusammenführung der Häfen bezieht sich natürlich nicht nur auf Tonnen und TEUs. So können wir uns noch stärker auf den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und die weitere Digitalisierung der Lieferkette konzentrieren. Die Häfen von Zeebrugge und Antwerpen sind in hohem Maße komplementär, und gemeinsam sind wir besser in der Lage, externen Herausforderungen zu begegnen.“
Dirk De Fauw, Bürgermeister von Brügge und Vorsitzender der Hafenverwaltung Zeebrugge: „Wir freuen uns, unsere Kräfte mit dem Antwerpener Hafen zu bündeln und damit unsere Position als Eingangstor nach Europa zu stärken. Zeebrugge ist der weltweit größte Automobil-Hub, ein führender RoRo-Hafen und ein erfahrener, hochmoderner Erdgas-Hub. Indem wir unsere Stärken mit den Qualitäten von Antwerpen kombinieren, können wir mehr erreichen und gleichzeitig die Qualität erhöhen. All dies tun wir im Interesse und im Hinblick auf unsere Hafengemeinschaft, unsere Stadt und unsere Region. Wir stärken unsere gemeinsame wirtschaftliche und internationale Position und schaffen gleichzeitig einen Mehrwert für die gesamte Gesellschaft.“

Ansprechpartner/-innen

  • Ansprechpartner/-in der Stadt Antwerpen: Anne-Katrien Frans +32 499 15 91 58
  • Ansprechpartner/-in für die Presse von Zeebrugge: Stadt Brügge Dieter Grammens +32 50 44 81 00

Für sachliche Informationen über die Häfen:

  • Ansprechpartner für die Presse beim Hafenunternehmen Antwerpen: Lennart Verstappen +32 492 15 41 39
  • Ansprechpartnerin für die Presse bei der Gesellschaft des Brügger Seehafens: Joke Swyngedouw +32 479 51 94 43
Factsheet Port of Antwerp-Bruges Factsheet Port of Antwerp-Bruges UK.pdf - 595 KB Logo Port of Antwerp-Bruges logo-port-of-antwerp-bruges.png - 20 KB

 

 

Über Port of Antwerp

Als zweitgrößter Hafen Europas ist der Hafen von Antwerpen eine wichtige Lebensader für die belgische Wirtschaft: mehr als 300 Liniendienste zu mehr als 800 Destinationen sorgen für globale Konnektivität. Im Hafen von Antwerpen werden jährlich etwa 231 Millionen Tonnen internationale Seefracht umgeschlagen, und hier befindet sich der größte integrierte Chemie-Cluster Europas. Der Hafen von Antwerpen bietet direkt und indirekt insgesamt rund 143.000 Arbeitsplätze und einen Mehrwert von mehr als 20 Milliarden Euro.

Getreu seiner Mission 'Heimathafen als Hebel für eine nachhaltige Zukunft' will der Antwerpener Hafen flexibel auf einen sich rasch entwickelnden maritimen Markt reagieren, damit der Hafen auch weiterhin eine führende Rolle als Welthafen spielen kann. Die Betonung liegt auf Zusammenarbeit, großer Anpassungsfähigkeit, einem starken Fokus auf Innovation und Digitalisierung und auf nachhaltigem Mehrwert sowie auf der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Der Hafen Antwerpen ist eine Aktiengesellschaft mit der Stadt Antwerpen als alleinigem Aktionär. Sie beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiter. Die Hafenstadträtin Annick De Ridder ist Vorsitzende des Verwaltungsrats und Jacques Vandermeiren ist CEO und Vorsitzender des Exekutivausschusses, der für das Tagesgeschäft verantwortlich ist. www.portofantwerp.com

Die Telefonnummer +32 492 15 41 39 ist nur für Presseanfragen vorgesehen. Für andere Fragen können Sie sich per E-Mail an communicatie@portofantwerp.com wenden.


Port of Antwerp
Havenhuis
Zaha Hadidplein 1
2030 Antwerp
Belgium